Im Februar 2010 haben sich die Stellensuchendenzahlen zum zweiten Mal zurückgebildet, um 120 Personen auf 13'492. Unter den RAV-Regionen profitiert Sargans am stärksten. Auf der anderen Seite erheblich zugenommen hat mit 161 Personen oder 12,4 Prozent die Langzeitarbeitslosigkeit. Die Voranmeldungen zur Kurzarbeit bilden sich langsam zurück.
Ende Februar 2010 waren im Kanton St.Gallen 13'492 Personen als stellensuchend gemeldet (-120), davon 9'564 (-125) als arbeitslos. Das ergibt eine unveränderte Stellensuchendenquote von 5,6 Prozent und eine verringerte Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Die Stellensuchendenzahlen haben um 0,9 Prozent, die Arbeitslosenzahlen um 1,3 Prozent abgenommen. Das Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik zeigt zum wiederholten Male eine abnehmende Tendenz. Trotzdem ist eine allgemeine Einschätzung noch schwierig, weil sich die Arbeitslosigkeit im Frühjahr generell eher erholt.
Regional gesehen hat die RAV-Region Sargans am stärksten profitiert (-4,0% auf 1'629), in Rapperswil-Jona (-1,6% auf 1'338) und Heerbrugg (-1,2% auf 3'164) war der Rückgang moderater, in Wattwil (-0,2% auf 826), St. Gallen (unverändert 4'417) und Oberuzwil (+0,4% auf 2'118) haben die Zahlen praktisch stagniert.
Von der leichten Erholung profitierten in erster Linie Fachkräfte in den Bereichen Elektronik, Elektrotechnik, Optik, Uhren, Metall- und Maschinenbau sowie im Gross- und Detailhandel, was auf eine beginnende Konsolidierung bei der Exportindustrie hindeutet. Die jüngeren Stellensuchenden haben wiederum stärker profitiert als die übrigen, besonders die 20-24-Jährigen, bei denen die Abnahme 1,7 Prozent beträgt. Trotzdem ist die Stellensuchendenquote in diese Gruppe mit 8,7 Prozent immer noch sehr hoch.
Ende Monat befanden sich 1'754 Personen (13,0%) in einem Kurs oder einem Einsatzprogramm, 1'835 (13,6%) gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen beträgt 1'017, dies sind 216 mehr als im Vormonat. Klar am meisten Stellen stammen aus dem Bau- und aus dem Gastgewerbe, eine beträchtliche Zahl aber auch aus der Metall- und Elektrobranche. Rund 380 Betriebe haben für ca 10'800 Mitarbeitende Kurzarbeit vorangemeldet.
]]>Die St.Galler Hotellerie hat im Jahr 2009 deutlich die Auswirkungen des Wirtschafts-abschwungs gespürt. Gemäss den Auswertungen der Fachstelle für Statistik lagen Ankünfte und Logiernächte um zwei bzw. vier Prozent unter den Zahlen des Vorjahres. Der Rückgang fiel damit um je einen Prozentpunkt moderater aus als auf gesamtschweizerischer Ebene. Ausserdem erfolgte der Rückgang ausgehend vom sehr hohen Niveau des Jahres 2008, so dass die Logiernächtezahlen auch im Jahr 2009 den langjährigen Durchschnitt erreichten.
Insgesamt begrüsste die Hotellerie im Kanton St. Gallen im Jahr 2009 rund 460'000 Gäste, die für gut eine Million Übernachtungen sorgten. Von den vier St.Galler Destinationen konnte sich einzig die Ferienregion Heidiland dem allgemeinen Abwärtstrend entziehen und bei stagnierenden Ankunftszahlen mit einem Plus von sieben Prozent eine deutliche Zunahme der Logiernächte verzeichnen. Diese Sonderentwicklung ist stark auf die (Wieder-) Eröffnung zweier Grossbetriebe in der Destination zurückzuführen.
Die stärksten Rückgänge verzeichneten die beiden städtischen Destinationen Zürichsee und St.Gallen-Bodensee. Dabei fiel in beiden Destinationen der Rückgang der Logiernächte mit einem zweistelligen Minus (Zürichsee: -10%, St.Gallen-Bodensee: -13%) etwas stärker aus als der Rückgang der Ankunftszahlen, der am Zürichsee neun Prozent und in der Stadt St.Gallen und Umgebung dreizehn Prozent betrug. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste jeweils etwas gesunken ist. Bei den Zahlen der Destination St.Gallen-Bodensee ist allerdings die umbaubedingte Schliessung eines Grossbetriebes zu beachten, die einen Teil des Ankunfts- und Logiernächterückgangs erklärt.
Rückläufige Ankunfts- und Logiernächtezahlen musste auch das Toggenburg verzeichnen. Mit drei Prozent weniger Ankünften und gut fünf Prozent weniger Logiernächten lag der Rückgang im Toggenburg etwa auf dem Niveau, das auch auf gesamtschweizerischer Ebene verzeichnet wurde.
]]>Der von der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen aufbereitete Beschäftigungsbarometer zeigt einerseits die Folgen der wirtschaftlichen Rezession auf das Beschäftigungsangebot im Kanton St.Gallen per Ende Dezember 2009. Im exportgeprägten zweiten Sektor (Industrie und Gewerbe) ging das Beschäftigungsvolumen gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Andererseits weist der Beschäftigungsbarometer für den zweiten Sektor gleichzeitig deutlich verbesserte Beschäftigungsaussichten für die nahe Zukunft aus.
Am Ende des 4. Quartals 2009 lag die Zahl der Arbeitsplätze im Kanton St.Gallen leicht tiefer (‑0.6% oder 1400 Arbeitsplätze) als ein Jahr zuvor. Werden die Beschäftigungsverhältnisse auf Vollzeitstellen umgerechnet, ergibt sich im Jahresvergleich ein Rückgang um 1.2 Prozent (‑2400 Vollzeitäquivalente). Damit ging die Zahl der Vollzeitäquivalente im Kanton St.Gallen stärker zurück als in der Gesamtschweiz (-0.5%). Die Zahl der Arbeitsplätze nahm im Kanton St.Gallen weniger ab als die Zahl der Vollzeitäquivalente. Dies ist auf die gegenüber dem Vorjahr angewachsene Zahl an Teilzeitstellen (+2.5%) zurückzuführen, die den Rückgang bei den Vollzeitstellen (-1.9%) teilweise kompensieren konnten.
Dienstleistungssektor mit Beschäftigungswachstum
Im Dienstleistungssektor nahm im Vorjahresvergleich sowohl die Zahl der Arbeitsplätze zu (+1.4%), wie auch die Zahl der Vollzeitäquivalente (+1.0%).
Der Rückgang des Beschäftigungsvolumens ist auf die Entwicklung im 2. Sektor (Industrie und Gewerbe) zurückzuführen, der gegenüber dem Vorjahr 3600 rechnerische Vollzeitstellen weniger aufweist. Allerdings haben sich die Beschäftigungsaussichten in Industrie und Gewerbe für das nächste Quartal gegenüber dem Vorjahr markant verbessert und befinden sich nun wieder im grünen Bereich, gleichauf mit dem Dienstleistungssektor. Der Index der offenen Stellen ging gegenüber dem Vorjahr zwar nochmals zurück (-7%) jedoch deutlich weniger als im 3. Quartal 2009 (-53%).
Frauen erstmals im gleichen Mass betroffen
Nachdem sich das Beschäftigungsangebot für die Frauen im bisherigen Verlauf der Wirtschaftskrise stets vorteilhafter entwickelt hatte als dasjenige der Männer, ist im 4. Quartal 2009 erstmals ein Gleichstand zu beobachten. Beide Geschlechter verloren insgesamt 1.2 Prozent ihres Beschäftigungskuchens. Im zweiten Sektor, in welchem die Männer mit einem Beschäftigungsanteil von 80 Prozent dominieren, verloren die Frauen im Vorjahresvergleich anteilsmässig mehr an Stellen als die Männer. Das Beschäftigungsvolumen der Frauen im dritten Sektor, dessen Beschäftigung je hälftig auf die Geschlechter entfällt, nahm weniger stark zu als dasjenige der Männer. Bei beiden Geschlechtern stieg die Zahl der Teilzeitanstellungen.
Weniger Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung
Der Anteil der Betriebe, welche Schwierigkeiten haben, Personal zu finden, ging gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Dieser Rückgang betrifft alle Qualifikationsniveaus mit formaler Ausbildung und ist die Folge des allgemeinen Nachfragerückgangs nach Arbeitskräften.
]]>Die Fachstelle für Statistik lanciert im März 2010 die Vortragsreihe Statistik.WWW
Ziel der Reihe ist es, mindestens zweimal jährlich das Informationsangebot der öffentlichen Statistik interessierten Personen im direkten Kontakt bekannt zu machen und dessen Nutzung zu fördern.
Die erste Veranstaltung widmet sich den Ergebnissen der Betriebszählung 2008 und findet am 2. März 2010 statt. Es würde uns freuen, Sie zu dieser Veranstaltung begrüssen zu können.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie Pop Up: Es öffnet sich ein neues Fenster: Veranstaltungenhier neues Fenster.
Ende Januar 2010 sind die Stellensuchendenzahlen erfreulicherweise um 156 auf 13612 Personen zurückgegangen. Diese Tatsache ist zu einem überwiegenden Teil dem verarbeitenden Gewerbe und der Industrie zuzuschreiben. Leicht zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen, nämlich um 117 Personen. Auffallend ist die relativ tiefe Zahl von Neuanmeldungen, verbunden mit einem starken Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit.
Ende Januar 2010 waren im Kanton St.Gallen 13612 Personen als stellensuchend gemeldet (-156), davon 9689 (+117) als arbeitslos. Das ergibt eine Stellensuchendenquote von 5,6 Prozent und eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent. Die Stellensuchendenzahlen haben um 1,1 Prozent ab-, die Arbeitslosenzahlen um 1,2 Prozent zugenommen. Am stärksten ist die Abnahme der Stellensuchendenzahlen in den RAV-Regionen Heerbrugg (-1,9 Prozent), Sargans (-1,6 Prozent) und St.Gallen (-1,3 Prozent). Geringer fällt der Rückgang in Oberuzwil (-0,8 Prozent) aus. In Rapperswil-Jona (+0,4 Prozent) und Wattwil (+0,6 Prozent) resultiert eine leichte Zunahme.
Der Rückgang ist auf das verarbeitende Gewerbe und die Industrie zurückzuführen (-101), während die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe praktisch stagniert hat (+6). Von einer Trendumkehr zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. Das seco rechnet bis in den Sommer hinein mit weiter wachsenden Arbeitslosenzahlen. Auffällig sind die vergleichsweise geringe Zahl der Neuanmeldungen (1352), was den tiefsten Wert seit August 2008 darstellt, und der markante Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit (1301 Personen oder 9,6 Prozent der Stellensuchenden).
Die jüngsten Stellensuchenden haben diesmal stärker profitiert als die übrigen. Bei den 15- bis 19-Jährigen beträgt die Abnahme 7,4 Prozent, bei den 20- bis 24-Jährigen 0,8 Prozent, bei den 25- bis 49-Jährigen 1,4 Prozent, während bei den 50-Jährigen und Älteren eine Zunahme um 0,3 Prozent resultiert.
Ende Monat befanden sich 1766 Personen (13,0 Prozent) in einem Kurs oder einem Einsatzprogramm, 1783 (13,1 Prozent) gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen beträgt 801, dies sind 156 mehr als im Vormonat. Klar am meisten Stellen stammen nach wie vor aus dem Bau- und aus dem Gastgewerbe. Rund 400 Betriebe haben für etwa 11000 Mitarbeitende Kurzarbeit vorangemeldet.
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