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Arbeitslose und Stellensuchende

Ende Dezember 2009 waren im Kanton St.Gallen 13768 Stellensuchende registriert, was den höchsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg darstellte. Der aktuelle Wert (Ende November 2016) beläuft sich auf 11710 Personen.

Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft AVAM

Tabellen

Aktuelle Kennzahlen (November 2016)

Wichtigste Basiskennzahlen (Bestände, Quoten) im Vorjahresvergleich
PDF-Datei Kanton St.Gallen, Wahlkreise, Nachbarkantone (105 kB, PDF)   09.12.2016
Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit, Dauer, berufliche Stellung, Branche
Excel-Datei Kanton St.Gallen
3 Tabellenblätter (62 kB, XLSX)
  09.12.2016
PDF-Datei Kanton St.Gallen (75 kB, PDF)   09.12.2016

Zeitreihen (bis und mit aktueller Monat)

Arbeitslose und Stellensuchende (ab Januar 2000)
Excel-Datei Kanton St.Gallen, Wahlkreise, Gemeinden (247 kB, XLSX)   09.12.2016
PDF-Datei Kanton St.Gallen, Wahlkreise, Gemeinden (1255 kB, PDF)   09.12.2016
Bestände und Quoten nach Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit (ab Januar 2010)
Excel-Datei Kanton St.Gallen, Wahlkreise, RAV-Regionen, Städte
5 Tabellenblätter (136 kB, XLSX)
  09.12.2016
PDF-Datei Kanton St.Gallen, Wahlkreise, RAV-Regionen, Städte (334 kB, PDF)   09.12.2016
Arbeitslosen- und Stellensuchendenanteile (ab Januar 2012)
Excel-Datei Kanton St.Gallen, Wahlkreise und Gemeinden
5 Tabellenblätter (105 kB, XLSX)
  09.12.2016
PDF-Datei Kanton St.Gallen, Wahlkreise und Gemeinden (368 kB, PDF)   09.12.2016
Aussteuerungen (September 2013 bis September 2016)
Excel-Datei Kanton St.Gallen
3 Tabellenblätter (48 kB, XLSX)
  02.12.2016
PDF-Datei Kanton St.Gallen (33 kB, PDF)   02.12.2016

Karten

Illustrationsbild Kartenapplikation

Kartendarstellungen in Statistikdatenbank STADA2

Mit den untenstehenden Links werden Sie gezielt zu einzelnen Kartendarstellungen geführt. Einmal dort, können Sie sich mit Hilfe der "Indikatoren- und Gebietsauswahl" Kartendarstellungen für alle in der Datenbank befindlichen Indikatoren anzeigen lassen und dabei den Gebietstyp auswählen (Kanton, Wahlkreise, Gemeinden etc.), der Sie interessiert. 

Allgemeine Informationen zu den Karten in STADA2.

Statistikdatenbanken STADA-SG

Illustration zu STADA

Online-Statistikdatenbanken STADA-SG

Auf der Plattform STADA-SG stehen zwei Statistikdatenbanksysteme zur Verfügung, bei denen statistische Informationen interaktiv abgerufen werden könnten. Die Datenbank STADA2 ist einfach bedienbar und enthält Überblicksinformationen, die tabellarisch und (karto-)grafisch dargestellt werden. Die Datenbanken STADA erlauben tabellarische Detailauswertungen und verlangen dafür etwas Lernaufwand.

  

Nähere Informationen zu STADA-SG

Statistikdatenbanken zur Arbeitslosigkeit in STADA

Trend-Barometer

Das Trend-Barometer zeigt für die nächsten Monate, abgesehen von saisonalen Einflüssen, eine Tendenz zu leicht sinkenden Stellensuchendenzahlen.

Methodisches

Traue keiner Statistik, deren Konstruktion Du nicht kennst!

Ein Blick in die Konstruktionspläne kann sich deshalb lohnen.

Datenerhebungen

Alle Daten zu Arbeitslosen und Stellensuchenden stammen aus der Datenbank AVAM des Staatssekretariats für Wirtschaft (AVAM = Informationssystem über Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik). Das AVAM ist das wichtigste administrative Arbeitsinstrument der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und umfasst Informationen zu

  • Arbeitslosen und Stellensuchenden
  • Offenen Stellen, die den RAV gemeldet werden
  • Arbeitsmarktlichen Massnahmen
  • Unternehmen, die mit den RAV zusammenarbeiten (offene Stellen, arbeitsmarktliche Massnahmen)
  • Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigung

Der Umgang mit den AVAM-Daten ist in einer bundesrätlichen Verordnung geregelt. Dem Datenschutz wird eine hohe Priorität eingeräumt.

 

Informationen des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St.Gallen zu allen Aspekten der Arbeitslosigkeit finden Sie unter  http://www.awa.sg.ch/home/arbeitslose_und_stellensuchende.html.

 

Definitionen

Stellensuchende

 

Als Stellensuchende bezeichnet man alle Personen, die bei einem RAV gemeldet sind, unabhängig davon, ob sie sofort für eine Stelle verfügbar sind, und auch unabhängig davon, ob sie finanzielle oder andere Leistungen beziehen. Personen, die auf Stellensuche sind, aber nicht bei einem RAV gemeldet sind, werden nicht dazu gerechnet. Sie werden in der Erwerbslosenstatistik gezählt.

Arbeitslose und Nicht-Arbeitslose

 

Die Stellensuchenden unterteilen sich wiederum in arbeitslose und nicht-arbeitslose Stellensuchende. Arbeitslose Stellensuchende (oder einfach Arbeitslose) sind alle Stellensuchenden, die sofort eine Stelle antreten können. Nicht in diese Kategorie gehören alle Stellensuchenden, die sich in gekündigter oder ungekündigter Stellung befinden, eine arbeitsmarktlichen Massnahme besuchen (ausser Kurse von kurzer Dauer), einem Zwischenverdienst nachgehen, im Militärdienst sind oder wegen Krankheit oder Mutterschaft nicht arbeitsfähig sind. Diese nennt man nicht-arbeitslose Stellensuchende.

Stellensuchenden- und Arbeitslosenquote

 

Die Stellensuchendenquote berechnet sich als Anteil der bei einem RAV gemeldeten Stellensuchenden (arbeitslos und nicht-arbeitslos) an allen Erwerbspersonen.

Die Arbeitslosenquote umfasst den Anteil arbeitsloser Stellensuchender an den Erwerbspersonen, ist also kleiner als die Stellensuchendenquote.

 

Berechnung auf Basis der Volkszählungen (Vollerhebungen)

Die Zahl der Erwerbspersonen wurde bis 2000 im Rahmen der Volkszählungen erhoben und umfasste alle Personen, die über eine Erwerbsarbeit verfügen oder auf Stellensuche sind.

Die letzte Volkszählung fand im Jahr 2000 statt. Die Quoten wurden im Juni 2003 an diese neuen Zahlen angepasst. Bis dahin galt die Volkszählung 1990 als Referenz. Die Anpassung wurde für die ganze Zeitreihe seit Januar 1997 vorgenommen. Bis Juni 2012 wurden die Erwerbspersonenzahlen der VZ 2000 zur Berechnung der Quoten verwendet.

 

Berechnung auf Basis der Strukturerhebung (Stichprobenerhebung)

Im Dezember 2010 fand die erste Strukturerhebung statt, die die bisherigen Volkszählungen ablöst. Sie liefert neu die Zahl der Erwerbspersonen und erlaubt so eine Aktualisierung der Quoten. Erstmals publiziert werden die neuen Quoten im Juli 2012, die Zeitreihe wird rückwirkend auf den Januar 2010 angepasst.

Im Juli 2016 wurde die Berechnungsgrundlage erneut angepasst. Für den Zeitraum ab Januar 2014 werden die Strukturerhebungsdaten der Jahre 2012-2014 verwendet.

Weil die  Strukturerhebung auf einer Stichprobe basiert, ist es allerdings nicht mehr möglich, Quoten für kleinere Gemeinden zu publizieren. Bei Stichprobenerhebungen sind alle Messungen mit einem Schätzfehler behaftet, der umso grösser ist, je kleiner die Zahl der Fälle ist, auf der die Messung beruht.

Die Streuung um den Messwert kann aufgrund dieses Schätzfehlers berechnet werden und wird "Vertrauensintverall" genannt. Beispiel: Die Messung ergibt als Erwerbspersonenzahl einer Gemeinde den Wert von 4000, das Vertrauensintervall beträgt 200, bei einer Wahrscheinlichkeit von 95%. Das heisst, der wahre Wert schwankt mit der genannten Wahrscheinlichkeit zwischen 3800 und 4200.

Stellensuchenden-, resp. Arbeitslosenanteil (Wohnbevölkerung)

 

Der Stellensuchenden-, resp. Arbeitslosenanteil (Wohnbevölkerung) berechnet sich als Prozentanteil der Stellensuchenden/Arbeitslosen des Berichtszeitpunkts an der ständigen Wohnbevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren vom Beginn des Vorjahrs.

 

Warum eine neue Kennzahl?

Seit Juli 2012 werden Stellensuchenden- und Arbeitslosenquoten nicht mehr auf der Basis der Volkszählung 2000 berechnet, sondern aufgrund der Strukturerhebung 2010 des Bundesamts für Statistik, und zwar rückwirkend auf Januar 2010. Die Strukturerhebung zu den Erwerbspersonen beruht auf einer Stichprobe. Stichprobenmessungen sind immer mit einem berechenbaren "Fehler" behaftet. Aus diesem Fehler lässt sich das "Vertrauensintervall" berechnen, also die Streuung um den geschätzten Wert.
Diese Vertrauensintervalle sind bereits bei kleineren Städten, aber auch bei einzelnen soziodemographischen Gruppen (Alter usw.), so gross, dass keine aussagekräftigen Quoten mehr berechnet werden können. Der Stellensuchenden-, resp. Arbeitslosenanteil (Wohnbevölkerung) stützt sich im Gegensatz dazu auf bestehende Registerdaten, kann also für beliebig kleine geographische Einheiten oder soziodemographische Gruppen berechnet werden.

 

Aussagegehalt

Der Stellensuchenden-, resp. Arbeitslosenanteil (Wohnbevölkerung) bezieht alle Personen im erwerbsfähigen Alter mit ein, also auch diejenigen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen wollen oder können. Der Wert liegt deshalb tiefer als die Arbeitslosenquote im gleichen Gebiet. Er macht demnach keine Aussage über das Risiko, arbeitslos zu sein oder über die Ausschöpfung des Arbeitskräftepotenzials, wie dies bei der Arbietslosenquote der Fall ist. Seine Aussagekraft bezieht sich etwas pauschaler auf den Grad, in dem eine geographische Einheit oder eine Personengruppe von Arbeitslosigkeit betroffen ist.

Trend-Indikator: Modell

 

Der Trend-Indikator beruht auf einem mathematischen Modell, das von Prof. George Sheldon erarbeitet und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden ist. Wir haben es modifiziert und an die Verhältnisse des Kantons St.Gallen angepasst. In das Modell fliessen Bestände, Zugänge, Abgänge, aber auch die durchschnittliche Verweildauer mit ein. Veränderungen im Saldo der Stellensuchenden sowie in der durchschnittlichen Verweildauer führen bereits zu einem frühen Zeitpunkt zu Veränderungen in der rollenden Prognose. Die Vorlaufzeit des Indikators beträgt etwa drei bis sechs Monate. Er kann jedoch nur Trends und keine absoluten Werte anzeigen. Als besonders zuverlässig hat er sich im frühzeitigen Erkennen von Trendbrüchen erwiesen, also wenn die Stellensuchendenzahlen nach einer längeren Phase des Rückgangs wieder zu steigen beginnen und umgekehrt.

 

 

 

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