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Indikatoren Wohnbevölkerung: Altersstruktur

Grafik Altersstruktur

Kommentar

D Die zwei linken Altersstrukturgrafiken (Alterspyramiden) zeigen deutlich den Prozess der demografischen Alterung, wie er zwischen 1981 und 2016 stattgefunden hat. In diesem Zeitraum sind insbesondere die Bevölkerungsanteile der meisten Altersklassen zwischen 0 und 42 Jahren teils deutlich zurückgegangen. Zugenommen hat im Gegenzug die Bedeutung der Altersklassen ab 43 Jahren aufwärts. Besonders gross sind die Unterschiede relativ betrachtet vor allem bei den Altersklassen ab 80 und mehr Jahren, deren Anteilswert sich insgesamt mehr als verdoppelte. Gemäss mittlerem kantonalen Bevölkerungsszenario wird sich dieser Prozess der abnehmenden Bedeutung junger Altersklassen und der zunehmenden Bedeutung hoher Altersklassen auch in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen.
Gut erkennbar ist in den drei Alterspyramiden, wie sich geburtenstarke Jahrgänge im Zeitverlauf in der Pyramide nach oben schieben und eine Art "Echoeffekt" verursachen, weil sie in der Familienphase wieder für viele Geburten sorgen.

Bedeutung des Indikators

Bedeutung des Indikators

Die Altersstruktur zeigt, in welcher zahlenmässigen Relation die verschiedenen Altersklassen einer Gesellschaft zueinander stehen. Hieraus lassen sich verschiedenste Informationen ziehen. Hohe Anteile junger Altersklassen deuten beispielsweise auf einen hohen Infrastrukturbedarf im Kinderbetreuungs- und Bildungsbereich hin. Hohe Anteile der oberen Altersklassen signalisieren hingegen einen hohen Infrastrukturbedarf im Bereich des Spitalwesens und der Alten- und Krankenpflege. Die Anteile der mittleren Altersgruppen weisen auf das Potenzial an Erwerbspersonen hin, die mit ihrer Erwerbstätigkeit die Mittel für Infrastrukturausgaben erwirtschaften können.
Die Altersstruktur bietet auch Hinweise darauf, ob eine Gesellschaft ein grosses Potential hat, sich selbst durch Nachwuchs zu reproduzieren (Pyramidenform der Grafik, woher auch der Begriff "Alterspyramide" stammt), oder ob tendenziell nicht genügend Nachwuchs vorhanden ist, um die Bevölkerungzahl zu halten ("Urnenform" der Grafik). 

Berechnung des Indikators

Berechnung des Indikators

Beobachtungswerte ESPOP/STATPOP, ab 2015 Werte gemäss Bevölkerungsszenarien. Dargestellt wird der Anteil der Einjahresalterklassen nach Geschlecht an der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Jahres. Das verwendete Bevölkerungskonzept ist die ständige Wohnbevölkerung. Die Bevölkerungsszenarien der Fachstelle für Statistik stellen im Wesentlichen Regionalisierungen der kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) dar. Es werden drei Szenarien berechnet: "Trend", "Hoch" und "Tief". Die Ergebnisse aus den kantonalen Bevölkerungsszenarien des BFS (AR-00-2015, BR-00-2015 und CR-00-2015) zu den Bevölkerungsbewegungen werden eins zu eins als Vorgabe für die Regionalisierung übernommen. Hierzu zählen die Geburten- und Sterbezahlen sowie das Wanderungsvolumen. Die Leistung der regionalisierten Bevölkerungsszenarien besteht vor allem darin, die von den BFS-Szenarien vorgegebenen gesamtkantonalen Entwicklungen zur Bevölkerungsbewegung unter Beachtung der lokalen Besonderheiten kleinräumig herunterzubrechen.

 

Nächste Aktualisierung bis spätestens: 15.12.2018

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