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Indikatoren Wohnbevölkerung: Anteil binationaler Ehen

Kommentar

Zunahme der gemischt-nationalen Ehen

 

Zunehmende Globalisierung und Mobilität führen zu immer mehr kulturübergreifenden Beziehungsformen. Der Anteil verheirateter Paare, bei denen eine Schweizerin/ein Schweizer mit einem Partner/einer Partnerin mit ausländischer Staatsangehörigkeit lebt, hat seit dem Jahr 2000 in der ganzen Schweiz sowie im Kanton St.Gallen zugenommen. Im Kanton St.Gallen betrug im Zeitraumn 2014-2016 der Anteil gemischt-nationaler Ehen 8.9%. Insgesamt liegen die kantonalen Werte unabhängig vom Erhebungszeitpunkt unter dem schweizerischen Mittel.

Bedeutung des Indikators

Bedeutung des Indikators

Der Anteil der Ehepaare, bei denen eine ausländische Partnerin mit einem schweizer Partner oder umgekehrt zusammen lebt, gibt einerseits einen Hinweis auf den Grad der gesellschaftlichen Integration der Migrantinnen und Migranten. Zum anderen ist er ein Indikator für kulturelle Akzeptanz und gesellschaftliche Offenheit gegenüber Zugewanderten. Nicht zuletzt widerspiegelt sich in ihm die Migrationsgeschichte und die damit verbundene Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung.

Berechnung des Indikators

Berechnung des Indikators

Zur Grundgesamtheit zählen alle Haushalte mit zum Erhebungszeitpunkt verheirateten und zusammen wohnenden Ehepaaren der ständigen Wohnbevölkerung. Darauf bezogen wird der Anteil derjenigen Haushalte ermittelt, bei denen die Ehepartner unterschiedliche Staatsangehörigkeiten haben, wobei ein Ehepartner im Besitz des Schweizer Passes sein muss.
Bei der hier vorliegenden Auswertung der Strukturerhebung wurden die Stichproben von jeweils drei aufeinanderfolgenden Erhebungsjahren zusammengenommen (sogenanntes Pooling), wobei den einzelnen Personen nur jeweils ein Drittel ihres Gewichts zubemessen wurde.  Durch diese Vergrösserung der Datengrundlage kann der Stichprobenfehler verringert werden und eine detailliertere Auswertung erfolgen. Die Zahlen beziehen sich damit auf den entsprechenden Dreijahreszeitraum. Die Daten der Volkszählung 2000 wurden vom Bundesamt für Statistik mit den Daten der Strukturerhebung harmonisiert, so dass sie sich auf die gleiche Bevölkerungsauswahl (Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren in Privathaushalten) wie in der Strukturerhebung beziehen.

 

Nächste Aktualisierung bis spätestens: 31.04.2019

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