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Indikatoren Gesundheitsversorgung: Spitalaufenthalte nach Geschlecht und Altersklasse


Kommentar zur Grafik



Die Anzahl der Spitalaufenthalte ist stark altersabhängig. Sie nimmt mit steigendem Alter zu, wobei die Zahl der Spitalaufenthalte von Männern ab dem 50. Altersjahr die der Frauen bis zur Altersklasse der 70- bis 74-Jährigen deutlich übersteigt. In den hohen Altersklassen sind dagegen mehr Frauen als Männer hospitalisiert. Wegen der kürzeren Lebenserwartung der Männer ist die Zahl der Frauen in diesen Altersklassen deutlich grösser. Hinzu kommt, dass die Angehörigenpflege im hohen Alter häufiger von Frauen als von Männern ausgeübt wird und dies somit die Zahl der Spitalaufenthalte von Männern vermindert. Die meisten Männer und Frauen sind im Alter zwischen 70 und 74 Jahren im Spital. Die Spitalaufenthalte von Frauen aufgrund von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind am häufigsten in der Altersklasse der 30- bis 34-Jährigen.

 

Bedeutung des Indikators

Die Anzahl Spitalaufenthalte widerspiegeln die Nutzung der stationären Infrastruktur des Gesundheitswesens.  Differenziert betrachtet nach Alter und Geschlecht zeigt sich zudem der unterschiedliche Gesundheitszustand von Frauen und Männern im Lebensablauf. Die kürzere Lebenserwartung von Männern widerspiegelt sich in den im Vergleich zu den Frauen niedrigeren Aufenthaltszahlen im hohen Alter.

Berechnung des Indikators

Als Spitalaufenthalte gelten Aufenthalte in einem Schweizer Spital von mindestens 24 Stunden zur Untersuchung, Behandlung und Pflege. Aufenthalte im Spital von weniger als 24 Stunden, bei denen während einer Nacht ein Bett belegt wird, sowie Aufenthalte im Spital bei Überweisung in ein anderes Spital und bei Todesfällen gehören ebenfalls dazu. Mehrfachaufenthalte von Personen, die innerhalb von 18 Tagen erneut stationär aufgenommen werden, werden unter bestimmten Voraussetzungen als ein einziger Aufenthalt gezählt (ab 2012).

 

Nächste Aktualisierung bis spätestens: 15.12.2019

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