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Indikatoren Gesundheitszustand: Akutsomatische Hospitalisationsraten nach Altersklassen


Kommentar zur Grafik


Je älter man ist, umso grösser wird die Wahrscheinlichkeit eines Spitalaufenthalts. So lag im Jahr 2017 die Hospitalisierungsrate der Bevölkerung ab 80 Jahren mit 461 Spitalaufenthalten je 1000 Personen rund viermal so hoch wie die Hospitalisierungsrate der 18- bis 59-Jährigen mit 116 Spitalaufenthalten je 1000 Personen der entsprechenden Altersgruppe und fast doppelt so hoch wie bei den 60- bis 79-Jährigen. Innerhalb der jüngeren Altersklasse bis 59 Jahren ist nur ein geringfügiger Anstieg der Hospitalisationsraten mit dem Alter zu beobachten.  Betrachtet man die zeitliche Entwicklung, so sind die Hospitalisationsraten der St.Gallerinnen und St.Galler bei den unter 80-Jährigen seit 2012 nahezu konstant geblieben, bei der Bevölkerung ab 80 Jahren ist die Häufigkeit der Spitalaufenthalte dagegen deutlich angestiegen, von 439 auf 461 je 1000 Personen dieser Altersgruppe. Erstmals seit 2012 sinken die Zahl der Spitalaufenthalte und die Hospitalisationsraten in allen Altersklassen. 

Bedeutung des Indikators

Die Hospitalisationsrate ist ein wichtiger Indikator für die Inanspruchnahme stationärer medizinischer Leistungen. Sie blendet den Effekt der Bevölkerungsentwicklung auf die Zahl der Spitalaufenthalte aus und lässt somit Vergleiche über die Zeit, über Regionen und über verschiedene Bevölkerungsgruppen (z.B. nach Alter oder Geschlecht) zu. Veränderungen in der Hopitalisationsrate können verschiedentliche Ursachen haben, so z.B. Veränderungen im Gesundheitszustand der Bevölkerung, strukturelle Entwicklungen der stationären gegenüber ambulanten Versorgung, Verbesserung der medikamentösen Behandlung, als auch Reaktionen auf veränderte gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen. 

Berechnung des Indikators

Die Hospitalisationsrate ist definiert als die Anzahl Spitalaufenthalte je 1000 Personen der Referenzbevölkerung. Im vorliegenden Fall ist die Referenzbevölkerung die ständige Wohnbevölkerung der jeweils betrachteten Altersklasse.
Als Spitalaufenthalte gelten Aufenthalte in einem Schweizer Spital von mindestens 24 Stunden zur Untersuchung, Behandlung und Pflege. Aufenthalte im Spital von weniger als 24 Stunden, bei denen während einer Nacht ein Bett belegt wird, sowie Aufenthalte im Spital bei Überweisung in ein anderes Spital und bei Todesfällen gehören ebenfalls dazu. Mehrfachaufenthalte von Personen, die innerhalb von 18 Tagen erneut stationär aufgenommen werden, werden unter bestimmten Voraussetzungen als ein einziger Aufenthalt gezählt (ab 2012).

 

Nächste Aktualisierung bis spätestens: 15.12.2019 

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