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Indikatoren Stimmbeteiligung: Elektronische Stimmbeteiligung (E-Voting)

Kommentar


Höchste E-Voting-Nutzung bei den Männern und den 25-39-Jährigen

In der Abstimmung vom 4. März 2018, der zweiten in welcher in vier Gemeinden des Kantons St.Gallen elektronisch abgestimmt werden konnte, nahm der Anteil Stimmberechtigter ab, die davon Gebrauch machten. Auch in absoluten Zahlen sank die Zahl der E-Voter (in Grafik nicht ersichtlich), obwohl die Stimmbeteiligung im März 2018 deutlich höher lag, als im September 2017. Ausnahme ist hier Goldach, wo die Zahl der E-Voter leicht zugenommen hat.
Nach Geschlecht betrachtet, stimmten in allen vier Gemeinden jeweils die Männer häufiger elektronisch ab als die Frauen. Die Differenz blieb mit Ausnahme von Kirchberg etwa konstant.
Nach Alter beteiligten sich die 25-39-Jährigen Abstimmenden am häufigsten elektronisch. Bei dieser Altersgrupe ist der Anteilsrückgang in der Regel auch am stärksten. Der Anteil elektronisch Abstimmender liegt bei den jüngsten Stimmberechtigten (18-24-Jährige) im Mittelfeld. Die tiefste Beteiligungsquote weisen in allen Gemeinden die 60-80-Jährigen auf. 

Bedeutung des Indikators

Die elektronische Stimmabgabe wird von den politischen Entscheidungsträgern unter anderem deshalb gefördert, um die Stimmbeteiligung zu erleichtern. So können bei der elektronischen Stimmbeteiligung beispielsweise vor dem Abstimmungstermin eingereichte, aber verspätet eintreffende Stimmabgaben vermieden werden, wie dies bei der brieflichen Stimmabgabe vorkommt. Oder Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen, wie Stimmberechtigte mit einer Behinderung, können ihre politischen Rechte autonomer wahrnehmen. 

Berechnung des Indikators

Seit dem September 2017 können die Stimmberechtigten bei Abstimmungsvorlagen von Bund und Kanton bei vier Pilotgemeinden des Kantons St.Gallen, ab Juni 2018 bei fünf, elektronisch abstimmen (E-Voting). Für die Abstimmungen vom September 2017 und März 2018 konnte die Fachstelle für Statistik die Pilotgemeinden in die Produktion der Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT aufnehmen.
Mit STISTAT ist es möglich, die Stimmbeteiligung nach soziodemographischen Merkmalen (z.B. Alter, Geschlecht) zu berechnen. Bei den E-Voting-Gemeinden zusätzlich nach dem Abstimmungskanal (brieflich, elektronisch). Das Stimmgeheimnis bleibt vollständig gewahrt: unabhängig davon, wie die Stimmzettel eingereicht werden (brieflich oder elektronisch), liegen keine Daten zu deren Inhalten vor, die einzelnen Personen zugeordnet werden können. Im Rahmen von STISTAT werden nur Informationen zur Stimmbeteiligung erzeugt. Die dabei verwendeten Personendaten sind geschützt. Das heisst, dass aus den erstellten Statistiken keine Rückschlüsse auf die Stimmbeteiligung von konkreten Personen gezogen werden können.
Trotzdem wurde im Rahmen der parlamentarischen Behandlung des Gesetzes über Wahlen und Abstimmungen in der Juni-Session 2018 die stimmkanalspezifische soziodemografische Auswertung der Stimmbeteiligung kritisiert, weil damit der Schutz des Stimmgeheimnisses in Frage gestellt sei. Die Staatskanzlei hat aufgrund dieser, aus Sicht der Fachstelle für Statistik nicht berechtigten Kritik, den Auftrag an den Informatik-Betreiber des E-Votings zur Zusammenstellung der Teilnahme-Identifikatoren eingestellt. Da diese Identifikatoren zur Produktion der Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT benötigt werden, kann die Fachstelle für Statistik die Stimmbeteiligungsstatistik für die E-Voting-Gemeinden ab der Abstimmung vom 10. Juni 2018 nicht mehr erstellen.

 

Nächste Aktualisierung bis spätestens: Die Statistik kann bis auf weiteres nicht weitergeführt werden.

Verantwortlich für den Inhalt

Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen

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Ansprechperson: Dr. Theo Hutter
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