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Stimmbeteiligung unter der Lupe

Dekorationsbild

Die neue Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen erlaubt es, die Stimmbeteiligung nach Alter und Geschlecht differenziert zu betrachten. Mittlerweile liegen die Ergebnisse für die drei Abstimmungen mit Bundesvorlagen seit dem Mai 2017 vor. Dies - übers Ganze gesehen - für 13 Gemeinden des Kantons St.Gallen.


Stimmbeteiligung steigt mit dem Alter

Die Altersgruppe der 60 bis 80-Jährigen weist bei allen untersuchten Gemeinden über alle drei Abstimmungen die höchste Stimmbeteiligung auf. Und in der Tendenz steigt die Höhe der Stimmbeteiligung mit dem Alter. Eine Ausnahme bildet die Gemeinde Thal, wo die jüngsten Stimmerberechtigten (18-24-Jährige) eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung aufweisen.

Im Zeitverlauf ist bei allen Gemeinden praktisch durchgehend in allen Altersgruppen eine Zunahme der Beteiligung festzustellen. Dies dürfte überwiegend mit den Vorlagen zusammenhängen. Angefangen mit dem Energiegesetz (Mai 2017), über die AHV-Vorlagen (September 2017) zur No-Billag-Vorlage (März 2018) scheinen die vorgelegten Themen zu einer zunehmenden Mobilisierung geführt haben.      

 

Die graphische Darstellung dazu: https://www.statistik.sg.ch/home/themen/b17/stimmbeteiligung/P121.html

 

Stimmbeteiligung der Frauen leicht tiefer

In der Tendenz liegt die Stimmbeteiligung der Frauen leicht tiefer als diejenige der Männer. Ausnahmen im Beobachtungszeitraum zeigen sich einzig in der Abstimmung vom September 2017 (AHV-Vorlagen) in den Gemeinden Schmerikon, St.Gallen und Wildhaus-Alt St.Johann. Eine augenfällig höhere Stimmbeteiligung der Männer ist bei den E-Voting-Gemeinden festzustellen und zwar in beiden Abstimmungen, bei denen E-Voting erstmals möglich war.                                                

                                                          

Die graphische Darstellung dazu: https://www.statistik.sg.ch/home/themen/b17/stimmbeteiligung/P123.html

                                                          

Höchste E-Voting-Nutzung bei den Männern und den 25-39-Jährigen

In der Abstimmung vom 4. März 2018, der zweiten, in welcher in den Gemeinden Goldach, Kirchberg, Rapperswil-Jona und Vilters-Wangs elektronisch abgestimmt werden konnte, nahm der Anteil Stimmberechtigter ab, die davon Gebrauch machten. Auch in absoluten Zahlen sank die Zahl der elektronisch Stimmenden, obwohl die Stimmbeteiligung im März 2018 deutlich höher lag als im September 2017. Eine Ausnahme bildet hier die Gemeinde Goldach, wo die Zahl der elektronisch Stimmenden leicht zugenommen hat.

Nach Geschlecht betrachtet, stimmten in allen vier Gemeinden jeweils die Männer häufiger elektronisch ab als die Frauen. Die Differenz blieb im Vergleich der beiden Abstimmungen etwa konstant, mit Ausnahme von Kirchberg, wo sich die Beteiligungsanteile von Männern und Frauen angeglichen haben.

Liniengrafik zur Entwicklung der Differenz der E-Voting-Beteiligung zwischen Männern und Frauen (voreingestellt ist Kirchberg):

http://stada2.sg.ch/?tab=karten&thema=6&set=44&subset=999999644&indikator1=523&indikator2=522&jahr1=2018&jahr2=2018&karte=2&gebietstyp=6&gebiet=3392

 

Nach Alter beteiligten sich die 25-39-Jährigen Stimmenden am häufigsten elektronisch. Bei dieser Altersgrupe ist der Anteilsrückgang in der Regel auch am stärksten. Der Anteil elektronisch Stimmender liegt bei den jüngsten Stimmberechtigten (18 bis 24-Jährige) im Mittelfeld. Die tiefste Beteiligungsquote weist in allen Gemeinden die Altersgruppe der 60 bis 80-Jährigen auf.  

                                              

Die grafische Darstellung zur E-Voting-Beteiligung nach Geschlecht und Alter: https://www.statistik.sg.ch/home/themen/b17/stimmbeteiligung/P130.html

 

Visualisierungen auf Karten

Die Unterschiede zwischen den Gemeinden bei der Stimmbeteiligung nach Alter, Geschlecht und beim E-Voting können Sie sich auf einer St.Galler Gemeindekarte anzeigen lassen. Mit dem folgenden Link gelangen Sie zur Karte mit der Stimmbeteiligung der 18-24-Jährigen bei der Abstimmung vom 4. März 2018: http://stada2.sg.ch/?tab=karten&thema=6&set=44&indikator1=517&karte=1&gebietstyp=6&gebiet=3231

Bei „Indikator 1“ können verschiedene weitere Kennzahlen gewählt werden, auch zum Jahr 2017.

 

Details zur Stimmbeteiligung nach Alter und Geschlecht…

… können in einer mit Filtern ausgestatteten Excel-Tabelle nach eigenem Gusto zusammengestellt werden: https://www.statistik.sg.ch/home/themen/b17/stimmbeteiligung.html

(bei "Tabellen").

 

Zur Methodik

Bei der Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT der Fachstelle für Statistik können bei rund einem Dutzend St.Galler Gemeinden auf Basis der eingescannten Stimmrechtsausweise soziodemographische Informationen zum Sachverhalt der Stimmbeteiligung dazugespielt werden. Für die Abstimmungen von 2010 bis Februar 2017 ist dies ausschliesslich für die Stadt St.Gallen möglich, ab Mai 2017 für weitere Gemeinden. Die auf Basis der STISTAT-Daten ermittelte Stimmbeteiligung entspricht dem Anteil der Stimmenden an allen Stimmberechtigten. Gezählt werden die abgegebenen Stimmrechtsausweise. Bei vier Gemeinden, welche am Pilotprojekt E-Voting teilnehmen, ist zusätzlich der Kanal der Stimmbeteiligung verfügbar. Zur Ermittlung der Zahl der Stimmberechtigten und deren soziodemographischen Merkmale wird die Bevölkerungsstatistik STATPOPSG der Fachstelle für Statistik verwendet. Die Einzeldaten von STISTAT werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für vertiefte Analysen auf Basis eines Datenschutzvertrags zur Verfügung gestellt.

 

Die von der Fachstelle für Statistik hier publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien. 

 

Auskünfte zu statistischen Fragen:

Theo Hutter, Leiter Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen

058 229 21 92  / theo.hutter@sg.ch

 

Auskünfte zum E-Voting im Kanton St.Gallen:

Benedikt van Spyk, Vizestaatssekretär

058 229 36 78  / benedikt.vanspyk@sg.ch

 


Statistik - Stimmbeteiligung unter der Lupe (15.03.2018 09:15)


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