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Soziale Struktur und Entwicklung der Bevölkerung im Kanton St.Gallen: Aktuelle Ergebnisse der Strukturerhebung 2016

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Herkunft und Migration, Haushalte und Familien, Wohnungen und Mietpreise, Erwerbsleben, Mobilität, Bildung, Religion und Sprachen – das sind die Themen der jährlich durchgeführten Erhebung bei einer grossen Stichprobe der Schweizer Bevölkerung. Aktuelle Ergebnisse mit Blick auf den Kanton St.Gallen stehen nun auf dem kantonalen Statistikportal zur Verfügung.


Wohnbevölkerung nach Migrationshintergrund und Staatsangehörigkeit

  • Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund wächst weiter. Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund erhöhte sich zwischen dem Jahr 2000 und dem Zeitraum 2014-16 von 27 auf knapp 34 Prozent. Davon entfallen 20 Prozentpunkte auf Ausländerinnen und Ausländer der ersten Generation (Grafik).
     

  • Der Anteil verheirateter Paare, bei denen eine Schweizerin/ein Schweizer mit einem Partner/einer Partnerin mit ausländischer Staatsangehörigkeit lebt, hat seit dem Jahr 2000 in der ganzen Schweiz sowie im Kanton St.Gallen zugenommen. Im Kanton St.Gallen betrug im Zeitraum 2014-2016 der Anteil gemischt-nationaler Ehen rund 9 Prozent. Insgesamt liegen die kantonalen Werte unabhängig vom Erhebungszeitpunkt unter dem schweizerischen Mittel (Grafik).


Zusammensetzung von Privathaushalten

  • Die zahlenmässige Verbreitung verschiedener Haushaltszusammensetzungen unterliegt einem grundlegenden Wandel. Der Anteil der Einpersonenhaushalte stieg von 27% im Jahr 1980 auf rund 34% im Jahr 2016. In etwa gleichem Ausmass stieg der Anteil der Paare ohne Kinder (Grafik). Massgebliche Gründe für den anteilsmässigen Anstieg von Single- und Paarhaushalten ohne Kinder dürften in der höheren Lebenserwartung betagter Paare und Singles sowie die steigende Scheidungs- und Trennungshäufigkeiten bei jüngeren Personen darstellen.


Arbeit und Erwerb


Wohnungen und Mietpreise

  • Die Mietpreise sind im Kanton St.Gallen für alle Wohnungsgrössen tiefer als im gesamtschweizerischen Durchschnitt (Grafik).


Mobilität und Verkehr

  • Unter den Gemeinden im Kanton St.Gallen übt die Stadt St.Gallen die bei weitem grösste Anziehungskraft für Arbeitspendelnde aus. Wil, Rapperswil-Jona, Gossau und Buchs sind die vier Gemeinden mit den nächsthöchsten Zupendlerzahlen. Auch bei den wegpendelnden Erwerbstätigen steht die Stadt St.Gallen an der Spitze im Kanton, allerdings ist deren Zahl deutlich kleiner als die der Zupendelnden (Grafik).
     

  • Etwa ein Viertel aller Pendelnden im Kanton St.Gallen wählt ein öffentliches Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit oder zur Ausbildung (Grafik). In den ländlichen Wahlkreisen wird der öffentliche Verkehr nur von einem kleinen Pendleranteil für den Arbeits- und Ausbildungsweg genutzt, dann jedoch primär für längere Pendeldistanzen.


Bildungsstand

  • Die 25- bis 64-Jährige Bevölkerung des Kantons weist im Vergleich zur Gesamtschweiz eine überdurchschnittlich hohe Quote von Personen mit beruflichem oder allgemeinbildendem Bildungsabschluss auf (51 gegenüber 45 Prozent). Deutlich niedriger ist dagegen der Anteil an Hochschulabsolventinnen und –absolventen (15 zu 23 Prozent) (Grafik).
     

  • Die Ausbildungsquote der 16-17-Jährigen hat sich seit dem Jahr 1990 erhöht. Während sich damals 94 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren in Ausbildung befanden, sind es nun im Zeitraum 2014-16 rund 96 Prozent (Grafik).
     

  • Dem bildungspolitischen Ziel, dass junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren möglichst über eine Ausbildung verfügen, die über die obligatorische Schule hinausgeht, ist man im Kanton St.Gallen seit 1990 nähergekommen. Während 1990 der Anteil der jungen Erwachsenen ohne nachobligatorische Ausbildung noch bei elf Prozent lag, waren es im Zeitraum 2014-16 noch etwas über sechs Prozent (Grafik).


Religion und Sprache

  • Die Zugehörigkeit zu einer der beiden Landeskirchen geht im Kanton St.Gallen wie auch in der gesamten Schweiz seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Umfassten die beiden Landeskirchen 1970 noch fast die Gesamtheit der Bevölkerung (97%), so sind es 2016 nur noch zwei von drei Personen. Am deutlichsten zeigt sich die Veränderung der Religionslandschaft beim Anteil von Konfessionslosen. Dieser lag im Jahr 1970 nur knapp über Null und ist bis 2016 im Kanton St.Gallen auf rund 18% der Wohnbevölkerung gestiegen. In der Gesamtschweiz sind es 25% (Grafik).
     

  • Rund 89 Prozent der im Kanton St.Gallen lebenden Personen ab 15 Jahren geben Deutsch als eine ihrer drei möglichen Hauptsprachen an. Unter den Ausländerinnen und Ausländern mit Niederlassungsbewilligung sind es 65 Prozent und bei Personen mit Aufenthaltsbewilligung 51 Prozent. Die nächstfolgend genannten Sprachen sind Albanisch, Serbisch/Kroatisch, Italienisch und Englisch (Grafik).
     

  • Jede achte Person der über 15-jährigen ständigen Wohnbevölkerung des Kantons St.Gallen bezeichnet sich als mehrsprachig, denkt also in mehreren Sprachen und beherrscht diese gemäss eigenen Angaben sehr gut. Die häufigsten Sprachkombinationen im Kanton St.Gallen sind Deutsch-Englisch und Deutsch-Serbisch/Kroatisch, gefolgt von Deutsch-Albanisch und Deutsch-Italienisch (Grafik).
     

  • Knapp vier Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren im Kanton spricht die deutsche Sprache weder zu Hause noch bei der Arbeit oder in der Schule. Bei älteren Personen ab 55 Jahren fällt der Anteil von Personen ohne Verwendung der deutschen Sprache mit gut fünf Prozent dabei deutlich höher aus als bei jungen Menschen mit etwa einem Prozent (Grafik).


 

Ergebnisse auf Karten visualisieren mit der Statistikdatenbank STADA2:


 

Zugang zu noch detaillierteren Informationen finden sich im kantonalen Statistikportal in den Themenbereichen


 

Die hier von der Fachstelle für Statistik publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.
 

Kontakt:

Dr. Hedwig Prey, wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachstelle für Statistik

058 229 26 13, hedwig.prey@sg.ch

 

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Statistik - Soziale Struktur und Entwicklung der Bevölkerung im Kanton St.Gallen: Aktuelle Ergebnisse der Strukturerhebung 2016 (23.07.2018 09:15)


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